Kleingedrucktes

Pastinaken Informationen und Pflege


Die Pastinake trägt viele Namen: Hammelrübe, Moorzurzel, Germanenwurzel oder Pastenei, um nur einige zu nennen. Wilde Pastinaken sind bereits in der Jungsteinzeit gesammelt und verzehrt worden. In der Antike wurden Pastinaken bereits feldmäßig angebaut und seit dem 9ten Jahrhundert sind sie auch bei uns ein fester Bestandteil der Nahrung. Als Speise zeichnen sich Pastinaken durch ihre angenehme Süße und Würzigkeit aus. Man kann sie roh geraspelt im Salat, gekocht als Beilage, gebraten zusammen mit anderem Gemüse oder gebacken mit Salz und Honig verzehren. Als Suppe und als Babynahrung eignen sie sich besonders gut. Ihre Garzeit beträgt etwa 20 Minuten. Auße der Wurzel sind auch die Blätter der Pastinake zu verwenden. Sie haben ein mildes süßliches sellerieähnliches Aroma. Besonders die jungen Blätter sind als Salatbeigabe sehr gut geeignet. Auch lassen sie sich kurz blanchiert wie Spinat zubereiten.

Im Garten sind Pastinaken leicht zu kultivieren. Sie brauchen einen sonnigen Platz in einem lockerem und tiefgründigen Boden. Sie sind im norddeutschen Flachland genauso gut an zu bauen, wie in bergigen Gegenden mit kühlerem Klima.

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Zu ernten ist die Pastinaken ab Oktober bis in das nächste Frühjahr hinein. Die Pastinake hat im ersten Jahr eine bis zu 30 cm lange spitz zulaufende Wurzel gebildet, die bis zur Ernte im Boden bleiben kann. Pastinaken zeichnen sich durch ihr stärkehaltiges, weiches Fruchtfleisch aus, welches wenig Wasser enthält. Die Pastinake ist eine zweijährige Pflanze, die im zweiten Sommer eine gelbe Blütendolde zeigt. Im Laufe der Jahrhunderte sind viele Sorten gezüchtet worden. Zum einen ist die klassische weißen Pastinake zu nennen. Sie wird auch lange Pastinake oder Coquaine genannt. Ihre Wurzel ist lang, blassgelb und einer großen Möhre ähnlich, ist jedoch viel aromatischer als diese. Als Zweites gibt es runde Sorten, die sich für schwere Lehmböden eignen. Sie erreichen einen Durchmesser von etwa 10 cm und eine Länge von 12 cm. In Norddeutschland werden sie Zuckerpastinake, in Süddeutschland Königspastinak genannt. In Frankreich nennt man sie Noisette oder Lisbonaise. Die dritte Pastinakensorte wird auch Siam- Pastinake genannt. Sie entwickelt eine gelbliche Wurzel und erreicht eine Länge von knapp 20cm. Sie zarter und feiner im Geschmack, als ihre Schwestern.


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